Ruhestand: Warum viele Babyboomer länger arbeiten werden und wollen

Köln, 11. Mai 2026 Die Generation der Babyboomer erreicht das Rentenalter, doch für viele endet damit nicht automatisch das Berufsleben. Steigende Lebenshaltungskosten, drohende Wohnarmut und der Wunsch nach gesellschaftlicher Teilhabe verändern derzeit das Verständnis vom Ruhestand grundlegend.

Eine aktuelle Berechnung des Pestel-Instituts im Auftrag der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt warnt davor, dass Millionen Seniorinnen und Senioren in Deutschland finanziell unter Druck geraten könnten. Besonders die steigenden Wohnkosten treffen viele Menschen im Ruhestand hart. Gleichzeitig wächst die Zahl derjenigen, die sich bewusst für eine weitere berufliche Tätigkeit entscheiden, aus finanziellen Gründen, aber auch, um Sinn zu erleben, soziale Kontakte zu pflegen und persönliche Erfüllung zu finden.

Genau an diesem gesellschaftlichen Wandel setzt das Buch „Graues Gold statt altes Eisen“ an. Die Autoren Anja Klute und Frank Leyhausen beschreiben den Ruhestand nicht als Rückzug, sondern als neue, aktive Lebensphase, die Potenzial für Engagement, Wissenstransfer und berufliche Neuorientierung bietet.

„Viele Menschen möchten auch nach dem offiziellen Renteneintritt aktiv bleiben – allerdings flexibler, selbstbestimmter und oft mit neuen Prioritäten“, so Co-Autorin Anja Klute. 

Zugabe

Das Buch beschäftigt sich umfassend mit der Ausgestaltung einer „perfekten“ Beschäftigung im Ruhestand, der sogenannten „Zugabe“. Der Leser erhält für eine Erwerbstätigkeit im Ruhestand praktische Tipps für die Stellensuche und Hintergründe zu den aktuellen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt wie Altersdiskriminierung und den Wandel durch KI.

„Arbeiten im Ruhestand kann eine Notwendigkeit, aber auch eine Berufung sein“, so Frank Leyhausen, der weiter ausführt: „Für viele Menschen geht es im Ruhestand darum, Struktur und eine sinnvolle Aufgabe zu finden. Arbeit ist dabei eine Option, mit der sich zudem Einkommen generieren lässt.“

Flexible Modelle für die Arbeit im Ruhestand gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung. Ob eine geringfügige Beschäftigung in einem Mini- oder Midijob oder die neu geschaffene Aktivrente – es gibt verschiedene Möglichkeiten.

Die Autoren plädieren dafür, den Ruhestand nicht länger ausschließlich als Phase des Rückzugs zu betrachten. Stattdessen brauche Deutschland eine neue Kultur des aktiven Alterns mit mehr Offenheit für Arbeit im Alter und einer stärkeren gesellschaftlichen Wertschätzung älterer Menschen.

„Graues Gold statt altes Eisen” ist damit hochaktuell: Während Politik und Wirtschaft über Rentensysteme und Fachkräftemangel diskutieren, liefert das Buch konkrete Perspektiven für einen selbstbestimmten Übergang in eine neue Lebens- und Arbeitsphase Das Buch Graues Gold statt altes Eisen ist im GABAL Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich. 

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